Meilensteine

1955

Erste Ausreise des damals 27-jährigen Engelberger Benediktinerpaters Urs Egli in das tropische Kamerun zur Verstärkung der blühenden Benediktinermission, zuerst als Lehrer und Schuldirektor, später als Vorsteher der Mission von Otélé.

1989

Nach mehrjähriger Evaluationsphase diverser Prototypen von Trinkwasserbrunnen startet Pater Urs das Projekt «L’eau c’est la vie». Unterstützt wird er dabei vom Schweizer Ehepaar Louis und Heidy Stadelmann-Graf als technische und administrative Leiter. Der befreundete Baarer Generalunternehmer Alfred Müller-Stocker vermittelte die beiden.

1992

Um das Projekt finanziell abzusichern, gründet Alfred Müller-Stocker die Stiftung St. Martin, Baar, die er mit einem Grundkapital von 2,5 Millionen Franken dotiert.

Einweihung des 100. Trinkwasserbrunnens in Abom mit bischöflichem Segen und im Beisein des Ehepaares Alfred und Annaliese Müller-Stocker sowie klerikaler, politischer und diplomatischer Prominenz.

1993

Abschluss eines Zollbefreiungsabkommens mit der Regierung Kameruns.

Schwere Erkrankung von Pater Urs im September an viel zu spät erkannter Amöbenruhr. Kampf auf Leben und Tod.

1994 und 1998

Unterzeichnung von Kooperationsvereinbarungen mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, Bern) für finanzielle Beteiligungen am Projekt von insgesamt 2,85 Millionen Franken.

2000

Nachdem das Schweizervolk am 22. Mai den bilateralen Verhandlungen mit der EU zustimmt hat, will es der Zufall, dass am 23. Mai Pater Urs eine erste Vereinbarung zwischen EU-Gremien, der Regierung Kameruns und der Stiftung betreffend einer Kostenbeteiligung an hundert Brunnen unterzeichnet (900000 Franken).

2003

Genau am 65. Geburtstag des Stiftungsgründers Alfred Müller-Stocker am 8. März wird der 800. Trinkwasserbrunnen übergeben.

2005

Am 2. Dezember wird der 1000. Brunnen im Dorf Ngon feierlich eingeweiht.

2007

Frieda Wettach geht in Pension und Beatrice Schütz Spöring übernimmt die administrative Leitung der Stiftung in Baar. Die Stiftung St. Martin erneuert ihr Erscheinungsbild

2008

Es werden wichtige Verträge mit den Diözesen Yaoundé und Eseka abgeschlossen und die Stiftung St. Martin festigt ihre Position als eigenständige Nichtregierungsorganisation (NGO). Mit dem kamerunischen Staat kann das Zollabkommen erneuert werden.

2009

Am 24. September feiert die Stiftung St. Martin das 20jährige Bestehen des Trinkwasserprojekts «Wasser ist Leben». In einer Erstaufführung wird der 13minütige Dokumentarfilm über das Projekt vorgestellt Bestellen